Schon meine früheren Arbeiten (Geschichte, Berliner Stadtbild,
Berliner Mauer) sind Ausdruck von Alltags- und Gegenwartsreflexion.
Diese Thematisierung vertieft sich in den Werkgruppen über Friedrich
Nietzsche, über den mythischen Atlas, der nach
Heinrich Heine die ganze Last der Erde zu tragen hat, und über die Arche
als Flucht- und Hoffnungsmotiv. Hinzu kommen gelegentlich Tier- und
Landschaftsbilder. In den ironisierten Betrachtungen über Architektur,
Stadt, Land, Raum, finden sich meine früheren Berufe (Architektur,
Stadtplanung und archäologische Bauforschung) wieder; sind doch unsere
Lebensbedingungen von der bebauten Umwelt elementar betroffen und abhängig.
Die Architektur beeinflußt immerhin unser Lebensgefühl, unser Sozialverhalten
und unser Kulturempfinden. So gesehen befinde ich mich in einem sehr aktuellen
Diskurs, den ich nun mit meinen Mitteln betrachte und verarbeite.
Ausgangs- und Spielmaterialien hierzu sind vielfach Fotografien aus der Presse,
aus Architekturmagazinen, Printmedien aus der Werbung wie auch romantische Landschaftsdarstellungen,
z.B. von Caspar David Friedrich, deren Sinngehalt verändert oder frei weitergespielt
wird. Vorgestellt werden auch Architekten, die ihre Architekturmodelle präsentieren,
sowie Warenprodukte aus der Werbung, die, zu Stadtphantasien gruppiert, Architekturcharakter
evozieren.
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Stenope Berlin |
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